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Portrait
Steckbrief

Über mich

Ob als Prima Ballerina auf die klassische Musik meines Vaters oder als tanzende Sängerin auf die Schlager- und Country Musik meiner Mutter – der Tanz hat mich seit meiner Kindheit bewegt.
Fern von den Möglichkeiten einer Großstadt versuchte ich mich als Kind der Musik über das Gitarrenspiel zu nähern. Es hat mir viel Spaß bereitet, aber das große "Aha-Erlebnis" war es nicht.

Mit 13 konnte ich endlich Jazz Dance Unterricht genießen, allerdings nur an meiner damaligen Schule und dieser Tanz war begleitet von den schulischen Reglements.

Rechtzeitig zu meiner Sturm- und Drangzeit hatte mich der anonyme Schoß meiner Geburtsstadt, München, wieder mit all seinen Möglichkeiten inklusive einem 5 Minuten Gehweg zu einem Jazz und Modern Dance Unterricht auf Fernsehballett-Niveau (Die Lehrerin, Ulla Feige, hatte in der damaligen DDR im Staatsfernseh-Ballett getanzt, floh später aber dann in den Westen). Endlich konnte ich mein Erlerntes auch auf der Bühne zeigen. Nur das starre Kostüm der Choreographien wurde mir bald zu eng und ich wollte etwas Exotisches !

Bauchtanz- das hörte sich nach Exotik an. Nach einer Reihe von Wartelisten – denn Anfang der 90ziger war Bauchtanz der Renner – durfte ich endlich die heiligen Hallen der VHS betreten und ein völlig neues Körpergefühl entwickeln und Köperbereiche bewegen, die vielen westlichen Frauen nicht so vertraut sind.

Eines Tages hing ein kleiner, von Hand geschriebener Zettel an der Tür des Unterrichtsraumes der VHS: Dies war die Eintrittskarte in die Welt des orientalischen Tanzes, in der ich "meinen Tanz" tanzen kann. (Es war eine Einladung in Erna Fröhlichs Tanzstudio TAQSIM „Raqs Sharqi“ auszuprobieren.)
Ich bin ein ziemlich starker Kopfmensch und in meinem Tanz kann endlich mein Bauch zu "Wort " kommen. Es ist für mich immer wieder eine faszinierende Herausforderung meinen Kopf abzuschalten und mich auf mein Gefühl im Tanz zu verlassen, mit der fremdartigen Musik eins zu werden, sich auf die Gratwanderung zwischen Improvisation und Choreographie zu begeben.
Aber genau das ist für mich so wichtig, um für mein Alltagsleben Kraft und Energie zu schöpfen. Als Mutter von 3 Schulkindern, einem Mann, der geschäftlich sehr viel unterwegs ist, bleibt kaum Zeit für mich und ich werde oft komplett vereinnahmt. So hat sich der orientalische Tanz für mich zum Fenster zur Außenwelt und zum zweiten Standbein in meinem Leben entwickelt.

Jetzt blicke auf über 30 Jahre Tanz in meinem Leben zurück, davon 20 Jahre “Raqs Sharqi“. Und dennoch vom Tanzen kann ich nicht genug bekommen. Immer wieder ist es „der Tanz des Ostens“, der mich im Bann meines Tanzes sein lässt, „Saltana“ eben.

Darabuka Mein Gitarrenspiel habe ich vor ein paar Jahren wieder aufgenommen und angefangen Klavierunterricht zu nehmen.
Seit kurzem habe ich angefangen das Spiel auf der Darabuka, (ägyptische, trichterförmige Trommel, meistens aus Metall, seltener aus Ton, mit einem Fell aus Kunststoff, früher Fischhaut oder Ziegenfell, überzogen), zu erlernen. Ich merke jetzt schon, wie sich das Trommelspiel und der Tanz gegenseitig bereichern und sich mein Verständnis für die arabische Musik vertieft.

Seit 2009 bin ich in der glücklichen Lage den „etwas anderen orientalischen Tanz“ an der Münchner VHS unterrichten zu dürfen, diesen schönen, wunderbaren weiblichen Tanz weiter geben zu dürfen.

Sich ein bisschen tanzend durch das Leben bewegen zu können ist ein tolles Gefühl. Besonders dann, wenn man es auch an andere weitergeben kann.
"Was ich getanzt habe, kann mir niemand nehmen!"
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